Hier können Sie einige ausgewählte Predigten von mir nachlesen.

 

Predigt zur Beerdigung eines Freundes, der schwerverletzt wurde, als ein anderer Verkehrsteilnehmer ihm die Vorfahrt nahm, als er von der Arbeit nach Hause fuhr und nach zwei Wochen im Krankenhaus verstarb:

Liebe Silvia, liebe Franziska, lieber Michael,

Schwestern und Brüder, liebe Trauergemeinde!

So, wie der Verstorbene, Michael ....., es sich gewünscht hat, haben wir diese Trauerfeier mit einem sehr ungewöhnlichen Lied begonnen: Im Gotteslob die Nr. 258, "Lobe den Herren". Ich kannte Michael persönlich und ich kann von ihm sagen: Er hatte ein so großes Vertrauen in Gott, wie ich es nicht oft gefunden habe. Und ich sage es ganz ehrlich: ich habe ihn dafür bewundert. Michael war der felsenfesten Überzeugung, dass nichts geschieht, was nicht im Ratschluss Gottes steht. Und dieses Gottvertrauen war es wohl, was ihn bewogen hat, sich angesichts des nahenden Todes dieses Lied zu wünschen.

Ich musste bei der Vorbereitung dieser Ansprache trotzdem einige Male tief durchatmen und ich hatte meine Zweifel, ob ein solches Loblied denn hierher passt. Ich erinnere mich an ein Gespräch mit Michael, es war beim Taufgespräch für Franziska, da sagte er: Ja, das ist mein Lieblingslied und zwar mag ich ganz besonders die 2. Strophe. In dieser Strophe aber heißt es:

,,... der Dich erhält, wie es Dir selber gefällt. Hast Du nicht dieses verspüret?"

Nein, so muss ich bekennen, ich habe es nicht immer verspürt, im Gegenteil, manchmal habe ich eher die gegenteiligen Eindrücke gehabt. Dabei verlief mein Leben bis jetzt in vergleichsweise ruhigen und ungestörten Bahnen, ohne besondere Tragik.

Aber du liebe Silvia, und auch ihr, liebe Franziska, lieber Michael, liebe trauernde Angehörige, ihr könntet hier und jetzt sagen: Warum musste mein Mann diesen Unfall haben? Warum kommt der Papa nie mehr heim? Wieso trifft es immer die Unschuldigen? Warum muss dieser Autofahrer unserem Michael die Vorfahrt nehmen?

Ich kann auf diese Fragen auch keine Antworten bieten. Ich kann eigentlich nur sagen: So wie ich Michael kannte, so wie ich ihn erlebt habe, so wie ich auch sein Sterben miterlebt habe, kann ich nur eines sagen: Er hatte das Vertrauen, dass Gott ihn dort, wo er jetzt ist erwartet, und dass er ihn dort so erhält, wie es gut und richtig für Michael ist.

Ja, Schwestern und Brüder, es gehört schon sehr viel Glaube und sehr viel Vertrauen in Gottes Güte und Gottes Fügung dazu, auch in diesem doch für uns so schmerzlichen und doch eigentlich auch so sinnlosen Tod noch Gottes Hand am Werk zu sehen, so wie Michael es tat.

Auf die Frage, warum Gott nun ausgerechnet wollte, dass Michael nur 6 Wochen nach seinem 30. Geburtstag stirbt, werden wir Menschen wohl nie eine Antwort geben können. Aber angesichts dessen wie gefasst und vertrauensvoll Michael sein Schicksal angenommen hat, da . so geht es zumindest mir - da fühle ich mich zutiefst beschämt. Werden meine Sorgen und Nöte, meine Klagen über Zahnschmerzen, über ein Magengeschwür, eine ausgebliebene Beförderung und meine so dramatische Fragestellung: "Warum ich, warum ausgerechnet ich? Warum gerade ich nicht? Wieso kann Gott so etwas zulassen?" hier nicht gegenstandslos? Ja, man kann schon Probleme bekommen mit dieser Liedstrophe: ,,... der Dich erhält, wie es Dir selber gefällt. Hast Du nicht dieses verspüret?"

Und ich höre sie jetzt fragen: ,,Nach dem, was du da gerade gesagt hast, müssen wir da nicht alle Atheisten werden?" Ja, so könnte, ja müsste ich antworten, wenn man glaubt, daß dieses Leben alles ist, dass nach diesem Leben nichts mehr kommt, dass mit dem Tod alles aus ist, dann, ja dann müssten wir alle Atheisten werden. Aber - "Wie kannst Du nach Auschwitz noch an Gott glauben?", fragte ein überlebender Jude einen anderen, der sofort zurückfragte: ,,Wie kannst Du nach Auschwitz nicht an Gott glauben?"

Doch zurück zu unserer Frage. ,,Wieso kann Gott so etwas zulassen?" Ich kann Ihnen, liebe trauernde Angehörige, Dir liebe Silvia, euch liebe Franziska, lieber Michael, Ihnen versammelte Trauergemeinde darauf keine allgemeingültige und immer passende Antwort geben. Meine Antwort darauf kann nur lauten: "Ich weiß es nicht, warum Gott uns so schwer prüft, warum er uns oft so leiden lässt. Aber ich weiß, oder besser gesagt ich glaube, er leidet mit uns mit."

Amen.

 

Predigt zum Neujahrsfest über  Num 6,22-27 in Michaelsbuch und Mainkofen am 1.1.1998

Schwestern und Brüder!

In der ersten Lesung hörten wir den so genannten aaronitischen Segen.

Gott selbst gibt den Auftrag, das Volk in seinem Namen zu segnen.

Segen, was ist das?

Das Wort "Segen" ist ja ein sehr vielschichtiger Begriff, denn wir reden ja z.B. auch außerhalb des kirchlich-religiösen Bereichs vom "Segen". Wir reden vom Kindersegen, d.h. von einer zahlreichen Nachkommenschaft, wir sagen "Diese Frau ist ein Segen", und meinen damit, dass diese Mutter gut für ihre Familie sorgt, wir reden vom "gesegneten Land", und meinen damit ein Land reich an Bodenschätzen und Früchten, wir reden von einem "gesegneten Volk", und meinen damit eine Nation, welche in Frieden leben kann. Solch irdischer Segen ist zwar von Menschen gemacht, zugleich aber von Gott gewollt und getragen.

Ja, ich möchte jetzt noch einen Schritt weitergehen und sagen: Gott selbst ist ein Segen für uns! Wenn er sich uns zuwendet, und wenn wir uns ihm zuwenden, dann sind wir gesegnet.

Dieser aaronitische Segen, er ist sehr bildhaft und bildlich. Vom Behüten, vom Gnädigsein Gottes, vom Heil Gottes ist die Rede. Was mich persönlich aber ganz besonders anspricht, das ist die Rede vom Angesicht Gottes. Gott wendet uns sein Angesicht zu. Er lässt sein Angesicht über uns leuchten, er strahlt uns an, er weckt in uns Zuversicht und Hoffnung und Mut.

Ja, Gott hat ein  Gesicht, in das wir schauen können. Und auch wenn dieses Gesicht manchmal etwas in den Schatten tritt, hinter dem dunklen Gewölk des Bösen in der Welt verborgen wird, es strahlt immer wieder auf: in der Schöpfung, in der Geschichte, in unserem Mitmenschen und schließlich auch im Angesicht Jesu.

 

Schwestern und Brüder!

Nicht von ungefähr steht diese Lesung am Anfang des neuen Jahres. Das Angesicht Gottes ist uns zugewandt. Das soll uns Mut und Vertrauen geben, in das neue Jahr, welches noch dunkel und unbekannt vor uns liegt, hineinzuschreiten. Die Römer verehrten den Gott Janus, von dem der Januar seinen Namen hat. Dieser Janus war ein Gott mit zwei Gesichtern: Das eine schaut in die Vergangenheit, das andere in die Zukunft.

Wir Christen verehren einen Gott, der nur ein Gesicht hat, der aber dennoch sowohl die Vergangenheit als auch die Zukunft überblickt. Gott hat alles im Blick, sein Blick ist letztlich darauf gerichtet, das Heil der Menschen zu ermöglichen. Deshalb befahl Gott dem Aaron, sein Volk zu segnen, deshalb steht diese Segensformel am Beginn des neuen Jahres. Mit dem Segen Gottes gehen wir in dieses neue Jahr, in ein Jahr, welches wohl wie alle bisherigen, die wir erleben durften, eine Mischung aus Freud und Leid, Glück und Unglück  sein wird. Ja, auch der Segen Gottes wird uns nicht vor allem Schweren bewahren, aber dieser Segen Gottes sagt uns zu, dass wir nicht alleine auf unserem Lebensweg unterwegs sein werden.

Wir gehen unseren Weg nicht allein, denn Gott wendet uns sein Angesicht zu, er geht diesen Weg mit uns. Der Name Gottes ist auf uns gelegt, heißt es in der Lesung, Deshalb können wir voll Mut in das neue Jahr gehen. Und deshalb sei es noch einmal wiederholt: Der Herr wende sein Angesicht euch zu und schenke euch Heil. Amen

 

 

Predigt zum Osterfest

 

 Schwestern und Brüder!

Es mag ja mancherlei Aufsehen erregendes geben in Natur, Technik, Naturwissenschaft oder im täglichen Leben, aber nichts davon ist mit Ostern zu vergleichen.

Denn der Glaube - und nur der Glaube hat Zugang zum Ostergeschehen - der Glaube sagt: Wir feiern die Auferstehung Christi, wir feiern seinen Triumph, seinen Sieg über den Tod, ein einzigartiges, beispielhaftes Wunder, denn nie vorher und nachher ist es einem Menschen gelungen aus eigener Kraft ins Leben zurückzukehren.

Aber, so müssen wir uns gleichzeitig fragen, ist es denn eine Rückkehr, wie bei Lazarus und dem Jüngling von Nain, ist es der selbe Vorgang, nur dass Jesus sich diesmal selbst vom Tode auferweckte?

Die Antwort darauf muss lauten: Nein!

Denn das wäre nicht Ostern, sondern nur eine Erneuerung des alten Lebens, das weiterhin dem Tode unterworfen bliebe, denn alle Toten, die Jesus damals erweckte, mussten irgendwann einmal wieder sterben.

Und das ist der entscheidende Unterschied: Christus kehrte an Ostern nicht in sein altes Leben zurück, er verlängerte nicht sein Leben, - Nein, das Leben, das der Herr am Ostermorgen seiner menschlichen Natur schenkte, ist ein anderes Leben, als wir es heute haben.

Unser Leben steht von Anfang an unter der Gewissheit, dass wir einmal sterben müssen, das ist das einzig sichere, was man an der Wiege prophezeien kann.

Unser Leben hat als Ziel- und Endpunkt den Tod, jeder Tag ist ein Schritt auf den Tod hin.

Der Auferstandene aber ist ein neuer Mensch, den es vorher nicht gegeben hat, er hat ein neues, unverwundbares, unsterbliches und verklärtes Leben, ein Leben, das jenseits aller irdischen Möglichkeiten und Vorstellungen liegt;

Der auferstandene Herr Jesus Christus ist der Mensch der Vollendung, durchdrungen vom Leben Gottes.

Der Auferstandene ist das Ziel aller Menschheitsgeschichte, das Ziel aller Heilstaten Gottes.

Und wir Christen?

Wir gehören durch den Glauben und die Gnade dazu,

Wir sind ebenso zur Osterherrlichkeit berufen, wir sind, wie der Apostel Paulus es sagt, mit ihm bereits auferweckt.

Der Sieg Jesu Christi ist bereits wirksam in denen, die glauben,

Der Sieg Jesu Christi ist bereits wirksam in der Kirche, die deshalb auch nicht müde wird, das österliche Halleluja zu singen.

Das, Schwestern und Brüder,

ist die Osterfreude, die nur aus dem Glauben kommen kann, denn einen anderen Zugang zum Auferstandenen Herrn gibt es nicht;

Aber unsere Osterfreude sollte mehr sein als eine fromme Stimmung, sie sollte heller Jubel sein, verbunden mit einem Gefühl der Weltüberlegenheit, denn seit der Fuß des Auferstandenen diese Erde berührte, seitdem ist nichts mehr so, wie es war.

Der Christ steht über der Welt, denn Gott hat uns den Zugang zur Ewigkeit  erschlossen;

Ja, Schwestern und Brüder,

in Christus ist der ewige Sieg unser, mit Christus sind auch wir auferweckt.

Und deshalb können wir getrost und voller Freude sagen:

Der Herr ist auferstanden, Halleluja.

 

 

Predigt zum Sonntag Jubilate (11. Mai 2003) in Worms:

Liebe christliche Gemeinde,

Wir behaupten: "Was bleibt, das zählt." Wir meinen damit: Dinge, die Bestand haben, haben auch einen Wert.

Wir fragen: "Was bleibt mir sonst?" Wir meinen damit: es gibt keine Alternative.

Wir sagen: "Ich bleibe noch." Wir meinen damit: mein Aufenthalt ist noch nicht zu Ende.

Drei Beispiele von vielen, in denen das Wort "bleiben" verwendet wird, aber jedes Mal in einem ganz anderen Sinn. Wörter, die so unterschiedliche Bedeutungen haben können, haben immer die Gefahr in sich, missverstanden zu werden. Der Hörer legt mitunter solche Worte in einer Weise aus, die der Sprecher nicht im Sinn gehabt hat.

Erkennt einer der beiden das, kann eine Rückfrage Klarheit schaffen. Geschieht dies nicht, dann reden und hören sie aneinander vorbei. Hören wir mit diesen Gedanken im Hinterkopf den heutigen Predigtext:

Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater der Weingärtner. Eine jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, wird er wegnehmen; und eine jede, die Frucht bringt, wird er reinigen, dass sie mehr Frucht bringe. Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe. Bleibt in mir und ich in euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, und sie müssen brennen. Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren. Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und werdet meine Jünger.

Liebe christliche Gemeinde,

Ist es Ihnen aufgefallen? In dem eben gehörten kurzen Text, verwendet Jesus das Wort "bleiben" nicht weniger als neunmal.

Wenn Jesus dieses Wort so betont, will er damit offensichtlich etwas besonders Wichtiges ausdrücken.

Zunächst verwendet er das Wort in einem Beispiel: Eine Rebe kann nur Frucht bringen, wenn sie am Weinstock bleibt. Nur dann können die Nährstoffe aus dem Boden über Stamm und Äste in die Rebe gelangen. Dieser Weg darf nicht unterbrochen oder eingeengt werden. Ohne diese Verbindung würde die Rebe verdorren und absterben.

Dann überträgt Jesus dieses Bild auf die Verbindung seiner Freunde zu ihm selber. Auch die Anhänger Jesu können nur Frucht bringen, wenn sie den Zusammenhalt mit ihrem Meister nicht verlieren. Dieses Band muss fest sein, sonst gerät der Kontakt in Gefahr, lose zu werden oder abzureißen.

Aber Jesus beschreibt diese Verbindung noch genauer. Er sagt, dass es seine Worte sind, die in seinen Jüngern bleiben sollen.

Ein Wort das man hört, kann sein wie ein Windhauch. Es wird gesprochen und verweht, ohne dass es Eingang findet in den Hörer.

Ein Wort kann sein wie ein Hammerschlag, der einen bleibenden Eindruck schafft, wie ein Brandmahl, das eine Wunde hinterlässt.

Ein Wort kann sein wie ein Wunder, welches das Leben eines Menschen nachhaltig verändert.

Ein Wort kann ein Vermächtnis sein, das in einem Menschen weiterlebt und wirkt.

Und so meint es auch Jesus: Wenn das, was er gesprochen hat, in seinen Jüngern fortbesteht, lebt und wirkt er selber in ihnen. Er selbst bleibt als Vermächtnis in ihnen.

Im ersten Johannesbrief heißt es: "Was ihr von Anfang an gehört habt, soll in euch bleiben; wenn das, was ihr von Anfang an gehört habt, in euch bleibt, dann bleibt ihr im Sohn und im Vater" (1 Joh 2, 24).

Auch Menschen sprechen Worte, die eine Gemeinschaft bewirken. Wenn Frau und Mann bei der Eheschließung zueinander sagen: ich nehme dich an als meinen Mann, als meine Frau, begründen sie damit ihre unauflösliche Gemeinschaft. Sie wollen beieinander bleiben für immer.

Wenn in der Taufe gesprochen wird: "ich taufe dich", wird damit und im Zeichen des Wassers die Gemein- schaft des Täuflings begründet mit Jesus und seiner Gemeinde. Und wir wissen: diese Verbindung ist unwiderrufbar.

Im ersten Johannesbrief lesen wir: "Die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt in euch. Bleibt in ihm, wie es' euch seine Salbung gelehrt hat" (1 Joh 2, 27). Wir sind es gewohnt, zu sagen: ich bleibe im Haus. Oder wir bitten: bleib im Wasser, bleib im Bett. Wir verwenden den Ausdruck "bleiben in'" also meistens in Zusammenhang mit einem Ort, mit einem Zustand. Jesus aber sagt: bleibt in mir - wer in mir bleibt - wenn ihr in mir bleibt.

Jesus will also, dass seine Anhänger in ihm bleiben, in seiner Person. Umgekehrt verspricht er, dass er dann auch in ihnen bleiben wird. Diese Ausdrucksweise fasziniert mich, weil sie so ungewöhnlich ist.

Was meint Jesus damit?

Mir kommen dabei Bilder aus der Chemie in den Sinn. Zwei Flüssigkeiten, zwei Materialien, zwei Gase vermischen sich und gehen ineinander auf. Sie verbinden sich so, dass das ursprüngliche Wesen jedes Einzelnen verändert wird und lassen sich nur schwer wieder trennen.

Aus Wasserstoff und Sauerstoff wird Wasser; Nur durch das Wasser ist Leben möglich. Natrium und Chlor mischen sich - es entsteht Kochsalz; Salz gibt unseren Speisen die Würze. Oder: Kalk und Sand und Wasser werden miteinander vermengt und es entsteht Mörtel.

Was die einzelnen Stoffe nicht vermögen, schafft dieses Gemisch: es kann Steine miteinander verbinden. Übertragen wir diese Bilder nun auf unser Verhältnis zu Jesus: Die Gemeinschaft mit Jesus verändert das Wesen des Menschen, sie schafft Neues, sie gibt dem Leben des Jüngers endgültigen Sinn.

Jesus spricht in diesem Text nicht davon, wie die Jünger eins mit ihm werden. Er erklärt nicht, wann das geschieht.

Er setzt dieses Geschehen an dieser Stelle voraus. Als Jünger sind sie schon in ihm. Er ist es, der die Verbindung hergestellt hat. Für die Jünger geht es darum, diese Verzahnung nicht zu verlieren. Für die Jünger - und auch für uns - geht es darum, nichts zu tun, was diese Verbindung gefährden oder zerstören könnte. Darum mahnt Jesus eindringlich: "bleibt in mir".

Und das möchte auch ich Ihnen heute ans Herz legen: Bleiben Sie in ihm, achten Sie darauf, dass Sie diese lebendige Verbindung zu Jesus Christus, dem Weinstock nicht verlieren, dass sie lebendige Rebe am Weinstock bleiben und nicht verdorren. Amen

 

 


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