Gedichte und Gebete

 

Es ist schon seltsam:

Warum gönnen Menschen anderen Menschen ihr kleines Glück nicht?
Warum müssen Menschen andere Menschen mit Hass und Neid verfolgen?
Warum müssen Menschen immer wieder andere diskriminieren und verleumden?
Warum können manche Menschen die Vergangenheit nicht ruhen lassen?

Warum können manche Menschen einfach keine Ruhe geben?
Warum glauben manche Menschen eigentlich, alles drehe sich um sie allein?
Warum glauben manche Menschen, es interessiert mich, was sie tun und lassen?
Warum lassen mich andere Menschen nicht einfach in Ruhe?

Warum akzeptieren manche Menschen einfach nicht, dass ICH es bin, der mir meine Freunde aussucht?

 

 

Lernprozess

Ich habe gelernt,

Leid zu ertragen,

Schmerzen zu verbergen

und mit Tränen in den Augen trotzdem zu lachen,

obwohl es oft für mich nichts zu lachen gab.

 

Ich habe gelernt,

Fröhlichkeit zu heucheln,

nur um den anderen zu zeigen,

dass es mir "gut" geht

und um sie glücklich zu machen.

 

Ich habe gelernt,

dass es egal ist,

wieviel ich mich um andere sorge,

denn manche Menschen kümmert es nicht.

 

Ich habe gelernt,

dass es Jahre braucht,

Vertrauen aufzubauen,

aber nur Sekunden um es wieder zu zerstören.

 

Ich habe gelernt,

dass im Leben nicht das zählt, WAS du hast,

sondern WEN du hast.

Ja, nicht das, was wir erleben,

sondern wie wir es empfinden  -

das macht unser Leben aus.

 

Ja, Ich habe gelernt,

Fröhlichkeit zu heucheln,

denn wenn ich lächelte,

hiess es nicht immer,

dass ich glücklich war.

Im Gegenteil:

Auch wenn es ein Fehler war,

habe ich schon oft gelacht,

um nicht weinen zu müssen.

 

 

 

Liebe....

Ich kenne da so ein Wort,
ich glaub man nennt es Liebe.
Es ist was Einzigartiges und kompliziertes,
manchmal einfach zu kompliziert!
Man hat seine Gefuehle nicht mehr im Griff,
hat kribbeln im Bauch,
denkt staendig an die Person,
die einem so verrueckt macht,
die einem seine Gefuehle auf den Kopf stellt,
alles durcheinander bringt,
einem zum verzweifeln bringt,
einem Traenen in die Augen treiben kann,
aber auch gutgelaunt macht,
einfach nur happy,
man schwebt auf Wolke sieben,
traeumt immer vor sich hin,
kann nicht aufhoeren an ihn zu denken,
man hat immer sein Gesicht vor den Augen,
obwohl er nicht vor einem steht,
koennte vor Glueck nur schreien,
sich im Kreise drehen,
in eine Wiese voller Blumen liegen,
die Sterne bewundern,
die Wolken beobachten,
die Schmetterlinge,
die Voegel.
Doch irgendwann zerplatzt dieser einzigartige Traum,
man wird verletzt,
oder es kommt einem vor als sei die Liebe einfach mit dem Vogel weggeflogen,
und will nicht zurueck,
fliegt einfach von dir weg,
du verlierst ihn,
den, der dir so wichtig war,
dein ein und alles!
Du faellst von Wolke sieben,
runter auf Wolke null,
auf Wolke nichts,
auf Wolke Schmerz,
auf Wolke traurig.
Doch dann -

irgendwann,
beginnt das ganze von neuem?

 

Warum?

Warum?

Warum der Streit?

Warum der Hass?

 

Wo?

Wo bist du?

Wo bist du, die Frau, die ich liebte?

Die Frau, die ich einmal geliebt habe, wie keine andere?

 

Wer?

Wer bist du?

Wer bin ich?

Wer sind wir?

 

Was?

Was ist passiert?

Was ist geschehen?

Was soll nun werden?

 

Was bleibt?

3 schoene Jahre?

1 Jahr die Hoelle auf Erden?

Tiefe Wunden?

Schmerzen und Gewissensbisse?

 

Weshalb?

Weshalb nur noch Schweigen?

Weshalb nur noch Hass?

Weshalb nur noch Grausamkeit und Anfeindungen?

Weshalb die Luegen?

 

Warum?

Warum so?

Warum muss es so enden?

Warum?

 

Asche

Du öffnetest mir die Tür...

Die Kleidung schwarz,

die Wände weiss.

Doch ich sehe mehr:

Ich sehe das übertünchte Schwarz.

 

Und dennoch lasse ich mich vom Weiss deiner Umgebung täuschen...

Ja, viel zu spät habe ich es erkannt:

Hinter deinem "weissen" Äusseren,

hinter deiner Freundlichkeit,

hinter deiner Liebenswürdigkeit

verbirgst du dein wahres, grausames Gesicht.

 

Ich trete ein -

Und es ist um mich geschehen.

Ich kann nicht mehr vor Dir flüchten.

Du ziehst mich in deinen Bann,

machst mich willenlos,

blind vor Liebe.

 

Zu spät erkenne ich den Abgrund.

Zu spät gehen mir die Augen auf.

Zu spät sehe ich dein wahres Ich -

Bestehend aus Egoismus und Berechnung.

 

Ich bin gefangen und hilflos.

Und zu spät erkenne und rieche ich es:

Den Geruch deines schwarzen Herzens voller Asche.

Und ich muss ihn einatmen,

muss ihn ertragen,

voller Ekel und Abscheu

 

Und meine Seele weiss noch nicht,

wie sehr Deine Asche ihr und somit mir schaden wird.

 

 

 

Die Wölfin

Die Wölfin in dir möchte frei sein,
möchte wenigstens ab und an in den Wäldern herumstreifen,
jagen, Beute hetzen, totschütteln.
Sich darin wälzen, fressen,
in einer kühlen Höhle ruhen
und dann wieder heimkehren.
So sagst Du.

 

Aber du hast nie darüber gesprochen,
nie es mir mitgeteilt,
nie eine Andeutung fallen gelassen.
Nein, im Gegenteil:
Du hast mich belogen, betrogen,
vor vollendete Tatsachen gestellt.

 

Du sagst, ich hätte ein Schosshündchen aus ihr gemacht,
sie an der kurzen, eleganten Leine durch graue steinige Strassen in den gepflegten Park und zurück geführt.
Sie sei deshalb dick und träge geworden,
lustlos, antriebslos, uninteressiert!

Wundert es dich?
Du hast mir nie zu verstehen gegeben,
dass du etwas anderes willst.
Du hast es hingenommen,
dass ich dir jeden Wunsch von den Augen abgelesen habe,
dich umhegt und gepflegt habe.

Du hast nie widersprochen,
hast alles angenommen,
was ich für dich getan und geopfert habe.

Lass sie frei, deine Wölfin, wenigstens hin und wieder.
Lass sie in den Wäldern umherstreifen,
jagen, Beute hetzen, reissen,

sich darauf wälzen, fressen
und in einer kühlen Höhle ruhen.

Dann wird sie heimkehren zu dir,
zufrieden, stolz in sich ruhend,

sich vor dein Bett legen
und wieder eine Weile bei dir bleiben.

So sagst du.

Aber hast du jemals darüber nachgedacht,
was du damit von mir verlangst?
Hast du auch nur einen einzigen Gedanken daran verschwendet,
dass du mich zur Selbstaufgabe und Selbstverleugnung meiner selbst aufforderst
und von mir verlangst,
ich solle alles aufgeben, was mir lieb und teuer ist?
Weisst du, dass du mich beinahe zerstört hast?

 

 

Sei gluecklich!

Sei gluecklich,

denn es gibt keinen Grund, traurig zu sein!

Bedenke, das Leben hält immer zwei Möglichkeiten für dich bereit.

Nehmen wir an, du erkrankst.

Du kannst gesund werden - oder sterben.

Wenn du gesund wirst,

besteht kein Grund, traurig zu sein.

Wenn du stirbst,

gibt es immer noch zwei Möglichkeiten:

Du kommst in den Himmel oder in die Hoelle.

Wenn du in den Himmel kommst,

besteht kein Grund, traurig zu sein.

Kommst du aber in die Hoelle,

so bist du unentwegt damit beschaeftigt,

bekannten Menschen die Haende zu schuetteln,

dass du darueber nicht traurig wirst ...
(Aus Irland)

 

Energie des Herzens

 Von allen Energien der Welt

kann nur eine einzige

dich gluecklich machen:

die Energie des Herzens.

Das Glueck nimmt seinen Anfang

im Grunde deines Herzens,

und du gibst es weiter,

wenn Menschen gerne bei dir sind,

wenn sie sich bei dir wohl fuehlen,

wenn du freundlich bleibst,

wo andere unfreundlich sind,

wenn du hilfst,

wo keiner mehr hilft,

wenn du zufrieden bist,

wo andere Forderungen stellen,

wenn du lachst,

wo alle finstere Mienen machen,

wenn du vergeben kannst,

wo Menschen dir Boeses taten.

 

In dir liegt das Glueck.

Man wird sagen: So ein Traeumer!

Weil du immer noch an Menschen glaubst,

an das Leben und daran,

dass alles anders werden kann.

In dir liegt das Glueck.

Menschliches Glueck ist kein Produkt

von Wissenschaft und Technik.

Menschliches Glueck haengt ab

von Lieben und Geliebtwerden

und von so vielen schoenen Dingen,

die gratis sind.

(PHIL BOSMANS)

 

Die Sprache des Herzens

versteht jeder Mensch, der ein Herz hat.

Und in dieser Sprache

spricht auch Gott zu uns.

Dass es einen lebendigen Gott gibt,

der ein Herz fuer den Menschen hat,

wissen wir vor allem auch durch Jesus Christus.

Hier ist es im woertlichen Sinne wahr geworden:

Gott hat ein Menschenherz angenommen -

Ist es nicht troestlich zu wissen,

wenn keiner an uns denkt,

wenn alle uns vergessen haben,

einer ist da, der hat ein Herz fuer uns -

Gott.

 

 

 

wie viel schmerz vertraegt ein mensch?

 

wie viel schmerz vertraegt ein mensch?

wie viel leid muss sein, bis man daran zerbricht?

wie viele luegen muss man anhoeren, bis man aufhoert zu kaempfen?

 

wie viele qualen ersinnt der mensch,

um seinen mitmenschen zu zerstoeren?

wie viele selbstgerechte, egoistische ausreden,

wie viele luegen braucht es, einen menschen zu vernichten?

 

wie viel kann man aushalten?

mehr als man denkt

mehr als andere glauben,

ja, mehr als man selbst glauben kann

 

wie viel hass muss ich noch spueren?

wie viele sticheleien,

quaelereien,

spitze bemerkungen?

 

wie viele traenen braucht es noch,

bis du erkennst, wie selbstgerecht und grausam du bist?

 

 

Ein Tag mit Dir

Wie schoen ist dieser Morgen,
an dem nach einer klaren Nacht
aus tiefster Stille Leben neu erwacht
Die Sonnenstrahlen kuenden eine gute Zeit
und jeder Augenblick haelt einen Schatz bereit.

 

Wie schoen, mein Gott, ist dieser Tag
an dem ich meine Seele fuer Dich leeren mag
Und alles wird so grenzenlos, so unermesslich weit
Mein Leben muendet ein in die Unendlichkeit.

 

Wie schoen, mein Gott, ist diese Nacht
Der Tag hat so viel Segen, so viel Heil gebracht
Du hast mich tief durchdrungen und ganz reich gemacht
Ich lernte, Dich zu lieben, meine Seele ist erwacht.

 

 

Wenn es einen Menschen gibt

Wenn es einen Menschen gibt,
der Dich nimmt wie Du bist,
und immer zaertlich zu Dir ist,
der kein anderes Denken stoert
und auch gerne Deine Meinung hoert,
der Dich achtet und versteht
und alle Wege mit Dir geht,
der ohne Luegen oder List ,
stets aufrichtig und ehrlich zu Dir ist,
der das Gute in Dir baut und Dir grenzenlos vertraut,
der mit seinem Kummer zu Dir eilt
und Deine Sorgen mit Dir teilt,
bist Du mal traurig oder verstimmt,
der Dich dann auch in seine Arme nimmt,
der sich aufs Wiedersehen freut
und Dich zu lieben nie bereut,
der ist Dein wahrer Freund fuer Dich,
darum lasse auch ihn nie im Stich
.

 

Mitmensch sein

Ein Guter Mitmensch

schenkt Energie und Kraft,

Sonne und Freude,

Ruhe und Glueck.

Wir brauchen Heimat und Geborgenheit

im Herzen eines geliebten Menschen.

Wir brauchen Erinnerungen an frohe Stunden,

in denen ein Mitmensch uns beschenkt hat.

Wir brauchen auch gute Gelegenheiten,

in denen wir unser Herz verschenken k?nnen.

Wir brauchen gute Erfahrungen bei den Menschen,

damit wir auch an einen guten Gott glauben koennen.

Lass mich Mitmensch werden,

den anderen lieben,

bei ihm sein, wenn niemand bei ihm sein will;

Zeit haben fuer ihn,

wenn alle vorbeihasten;

ihn beachten, trotz seiner Gleichgueltigkeit;

ja sagen zu ihm, trotz seiner Unbegreiflichkeit;

im Grauen der Welt ein Stueck Geborgenheit schaffen.

Mitmensch sein ist schwer:

hilf Du mir,

Mitmensch zu sein.

 

Irischer Segenswunsch

Es seien mit Dir alle guten Maechte
wie ein Laecheln der Freundschaft;
so nah wie ein Zunicken
und so spuerbar wie ein Kuss.

Es seien mit Dir alle guten Maechte:
dass Deine Beine seien von Tanz erfuellt
und Deine Arme voller Kraft.

Es seien mit Dir alle guten Maechte:
dass Dein Herz erfuellt werde mit Zaertlichkeit
und Deine#Augen mit Lachen.

Es seien mit Dir alle guten Maechte:
dass Deine Ohren seien erfuellt von Musik
und Deine Nase mit Wohlgeruch.

Es seien mit Dir alle guten Maechte:
dass Dein Mund von Jubel
und Dein Herz von Freude ueberfliesse.

Es seien mit Dir alle guten Maechte:
dass Du sie spuerst
wie eine Hand auf der Schulter.

Es seien mit Dir alle guten Maechte:
dass dein Leben moege gluecklich sein
und gelingen
und dauern viele Jahre.
(Irland 1692)

 

 

HALTE MICH FEST

Jesus, mir geht es oft,
wie es dem Thomas erging.
Andere erzaehlen mir wie sie taeglich beten,

zu Dir sprechen,
Dich loben und preisen,
Dir ihre Bitten sagen.
Sie reden mit Dir wie mit einem Freund.
Sie spueren - scheinbar - Deine Naehe.
Sie sind ergriffen von Deinem Wort.
Sie koennen mit beneidenswerter Sicherheit bezeugen wie die Juenger damals:

Wir haben den Herrn erfahren.
Ich aber fuehle mich leer, allein und verlassen.
Ich moechte gern glauben, was sie so sicher von Dir erzaehlen.
Aber ob sie sich nicht taeuschen?
Ob Du wirklich lebst?
Jesus, Du bist mir so fern -
ich aber moechte Dich greifen.
Jesus, warum bist Du so dunkel -
ich moechte Dich doch begreifen.
Jesus, Du gabst uns Dein Wort -
ich aber kann es nicht glauben.
Jesus, Du machst uns Mut -
ich aber bin voller Angst.
Jesus, ohne Dich kann ich nicht leben -
ich aber schwanke und zweifle,
Jesus, sprich nur e i n Wort -
und meine Seele wird wieder gesund.
Jesus, schau nicht an mir vorbei -
erbarme Dich meiner.
Jesus, lass mich nicht stuerzen -
halte mich fest, Du, mein Herr und mein Gott!
Jesus, ich danke Dir,
dass Du auch verschlossene Tueren oeffnest.
Jesus, ich danke Dir,
dass Du meine Fragen erlaubst und meine Zweifel duldest.
Jesus, ich danke Dir,
dass Du meinen Sturz auffaengst.
Jesus, ich danke Dir,
dass Du da bist -
trotz meiner Aengste und Zweifel.
Jesus, ich danke Dir,
dass Du mich liebst, Du, mein Herr und mein Gott..
Amen

 

Bekenntnis zu den Menschenrechten

 

Ich glaube an Gott, den Vater aller.
der das Land allen gegeben hat
und jeden Menschen auf gleiche Weise liebt.

Ich glaube an Jesus Christus,
der kam, um uns Mut zu geben
und uns von unseren Suenden zu erloesen,
uns von aller Unterdrueckung zu befreien
und Gottes Frieden der ganzen Menschheit zu verkuenden.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
der in jedem Mann und jeder Frau guten Willens wirkt.
Er hat sich selbst der Welt geschenkt
und bringt jeder Nation das Leben Gottes.

Ich glaube an die Kirche,
die wie ein Leuchtturm fuer alle Nationen errichtet wurde
und vom Heiligen Geist gefuehrt wird,
um allen Voelkern zu dienen.

Ich glaube,

dass am Ende der Zeit Gott die Suende in jedem von uns vernichtet

und dass alle Menschen an seinem ewigen Leben teilhaben werden.

Ich glaube nicht an das Recht des Staerkeren,

nicht an Waffengewalt,

nicht an die Macht der Aggressivitaet.

Ich glaube an die Menschenrechte,

an die Solidaritaet unter den Voelkern

und an die Staerke der Gewaltfreiheit.

Ich glaube nicht an Rassismus, Reichtum, Privilegien

noch an eine unwandelbar festgelegte Ordnung.

Ich glaube,

dass alle Maenner und Frauen in gleicher Weise Menschen sind

und dass eine Ordnung, die sich auf Gewalt und Ungerechtigkeit stuetzt,

keine Ordnung, sondern Unordnung ist.

Ich glaube nicht,

dass ich Unterdrueckung in weit entfernten Orten bekaempfen kann,

wenn ich hier Ungerechtigkeit toleriere -

auch kann ich den Frieden nicht verkuenden und mich danach sehnen,

wenn ich Gewalt anwende

oder Gewaltanwendung zur Erreichung der Befreiung von jedweder Art der Unterdrueckung befuerworte.

Ich glaube,

dass es nur ein einziges gleiches Recht fuer alle Menschen gibt

und dass ich nicht frei bin,

solange ein einziger Mensch versklavt bleibt.

Ich glaube nicht,

dass Krieg und Hungersnot unvermeidlich sind

und dass es sinnlos ist, auf Frieden zu hoffen.

Ich glaube an Schoenheit, Einfachheit,

an Liebe, die sich in offenen Armen zeigt,

und an Frieden auf Erden.

Ich glaube nicht,

dass Leiden vergeblich ist,

noch dass unsere Traeume nichts anderes als nur Trarume sind,

noch dass der Tod das Ende ist.

Ich glaube trotz allem an eine neue Menschlichkeit

und dass Gott selbst einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen wird,

wo Liebe, Frieden und Gerechtigkeit bluehen werden.

(Von einem anonymen Christen aus Indonesien)

 

Nur Mut!

Der Herr ist Aussicht in aller Aussichtslosigkeit; warum sollte ich resignieren?
Der Herr ist langer Atem in aller Atemlosigkeit, warum sollte ich aufgeben?
Und steht es tausendmal in jeder Zeitung, dass Glaube und Kirche keine Zukunft mehr haben; 
ich habe keinen Grund es nachzureden.
Und sind auch die Lauheit und Bequemlichkeit von uns Christen die staerksten Argumente gegen uns;
Sie wiegen nicht auf gegen den einen: Jesus von Nazareth, der lebt und lebendig macht.
Und sind die Verhaeltnisse so, dass man fragt:
,,Warum schweigt Gott zu all der Ungerechtigkeit, die doch zum Himmel schreit?"
dann leihe ich ihm meine Stimme, und man wird hoeren, dass Gott schreit.
Aber eines brauche ich, und darum bitte ich den Herrn:
eine Handvoll Menschen, die meinen Glauben teilen,
eine Handvoll Menschen, die immer wieder zusammenkommen,
versammelt sind in deinem Namen,
und die erfahren, dass du Gott, mitten unter uns bist.
Dann koennen wir der Versuchung zum Aufgeben widerstehen,
dann wird scheinbar Unmoegliches moeglich.
So werden wir Menschen wie unser Herr:
bis zum letzten da fuer den Menschen,
bis zum letzten vertrauend, dass du in deiner Liebe staerker bist als der Tod.

 

 

Gott, wann erwachst du und stehst auf??
Gedanken zur Katstrophe von NewYork am 11.9.2001 nach Psalm 7

Haben sie etwa doch recht, 
die Stimmen, die sagen: Gott ist tot!?
Es werden ihrer immer mehr.
Ja, so will es mir scheinen:
Die Menschen, die der Meinung sind,
Gott, dass es dich nicht gibt,
dass du machtlos, ja ohnmaechtig bist,
die dich abgeschrieben haben -
sie sind nicht mehr zu zaehlen.
Die Menschen sind so fanatisch, so grausam, Herr,
sie leben ohne dich.
Sie sind gottlos geworden.
Wach auf, Gott! -
so schreie ich angesichts der tausenden unschuldiger Opfer.
Wach auf, Gott! -
so rufe ich dir zu,
denn so kann es nicht weitergehen. 
Jeder macht, was er will,
ist nur noch auf seinen Vorteil aus.
Die einen lassen alles laufen,
sehen zu, wie alles verkommt.
Die anderen schreien nach dem starken Mann
und wollen mit eisernen Besen kehren.
Und andere?
Sie gehen ueber Leichen um ihre Machtansprueche durchzusetzen,
jubeln ueber tausende unschuldiger Opfer,
sind bereit noch mehr Tote zu riskieren,
sehen ungeruehrt zu, wie alles zu Bruch geht.
Wieder andere hoffen,
dass
der Mensch sich selbst findet,
seine Grenzen erkennt
und sich aus seiner Selbstueberschaetzung befreien kann.
Wach auf, Gott! - so schreie ich.
Wach endlich auf,
und weck die Menschen aus ihrer Verbohrtheit und ihrem Fanatismus.
Wach auf, Gott,
erhebe Dich
und pruefe alle auf Herz und Nieren,
pruefe du, Herr,
wess' Geistes Kinder wir sind. 
Wer gute Absichten hat,
dem schaffe Moeglichkeiten, sie zu verwirklichen.
Wach auf, Gott,
wach auf und zieh einen Schlussstrich unter die Bosheit der Menschen

und fang mit uns neu an.

 

 

 

Fuerchte Dich nicht

 

Du bist der erste Ton in einem Lied,

das alle Grenzen,

alle Sorgen,

alle Not vergessen macht.

Fuerchte dich nicht,

auch wenn Du glaubst,

dass Dein Ton nur ein Hauch ist

Fuerchte Dich nicht.

 

Du bist der erste Funke eines Feuers,

in dem alle Waffen,

aller Hohn,

alle Ungerechtigkeiten schmelzen.

Fuerchte Dich nicht,

auch wenn Du glaubst,

der Gegenwind werde ueberstark

Fuerchte Dich nicht.

 

Du bist das erste Korn in einem Feld,

das bald alle Haende fuellen wird mit Brot,

das allen Hunger vertreibt.

Fuerchte Dich nicht,

auch wenn Du glaubst,

steiniger Boden zu sein.

Fuerchte Dich nicht.

 

Du bist der erste Tropfen einer Quelle,

die die Wueste gruenen laesst,

die den Durstigen erquickt.

Fuerchte Dich nicht,

auch wenn Du glaubst,

Dein Wasser werde nie reichen - 

Fuerchte Dich nicht.

 

Du bist der erste Schritt in einem Tanz,

voller Freude,

voller Jubel,

voller Anmut.

Fuerchte Dich nicht,

auch wenn Du glaubst,

Dein Schritt sei plump und Du moegest straucheln.

Fuerchte Dich nicht.

 

Ich bin da

 

In die Helle des Tages

und in das Dunkel der Nacht,

in deine Erinnerungen,

in deine guten Erfahrungen

und in deine Enttaeuschungen

lege ich meine Zusage:

Ich bin da!

 

In die Fuelle deiner Arbeiten und Aufgaben

und in die Leere deines Herzens,

in den Segen Deines Helfens

und in das Elend deiner Ohnmacht

lege ich meine Zusage:

Ich bin Da!

 

In die Freude deines Erfolges

und in den Schmerz deines Versagens,

in dein Gluecken und Gelingen,

in dein Scheitern

und in die Scherben deiner Misserfolge

lege ich meine Zusage:

Ich bin da!

 

In die Weite deiner Plaene und Hoffnungen

und in die Enge deines Daseins,

in dein grenzenloses Verlangen nach Frieden

und in die engen Grenzen deiner Kraft und deiner Zeit

lege ich meine Zusage:

Ich bin da!

 

In das Dunkel

und in die Schatten deiner Vergangenheit,

in die Ungewissheit und Unsicherheit deiner Zukunft,

in deine Ermuedung und Erschoepfung von heute

und dein hoffen auf morgen

lege ich meine Zusage:

Ich bin da!

 

 

Lass blind mich, Herr,

die Wege gehn, die Deine sind.

Will Deine Fuehrung nicht verstehn, bin ja Dein Kind!

Bist Vater der Weisheit, auch Vater mir.

Fuehrest durch Nacht Du auch,

fuehrst doch zu Dir.

Herr, lass geschehn, was Du willst, ich bin bereit!

Auch wenn Du nie mein Sehnen stillst in dieser Zeit.

Bist ja Herr der Zeit.

Das Wann ist Dein.

Dein ew'ges Jetzt, einst wird es mein.

Mach alles wahr, wie Du es planst in Deinem Rat.

Wenn still Du dann zum Opfer mahnst, hilf auch zur Tat.

Lass �berseh'n mich ganz mein kleines Ich,

dass ich mir selber tot, nur leb' f�r Dich.
(Edith Stein)

 

Ein Sommerpsalm

Hier liegt mein Boot.
Dort hinten, an Land,
hinter dem Gestr?pp des Waldes und hinter dem Berg  -
liegt mein Leben.
Dort an Land liegt meine Gesch?ftigkeit,

meine Rastlosigkeit,
meine Last,
meine Unruhe.
Noch kann ich den Blick nicht vom anderen Ufer wenden.
Wie soll ich hier zu mir kommen?
Wie soll ich hier zu dir kommen?
Du l?dst mich ein: "Kommt her zu mir,
alle ihr M�hseligen und Beladenen,
und ich werde euch Ruhe geben" (Mt. 11,28)

Nicht viel konnte ich mit hierher bringen.
Das Wasser schaukelte mich sanft,
doch der Ballast in meinem Kopf und in meinem Herzen
-
rumpelte bei jedem Wellenschlag.
Wie soll ich frei werden von dem, was mich gefangen nimmt?
Wie soll ich hier zu dir finden?
Du sagst es zu:
"Kommt mit an einen einsamen Ort,
wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus" (Mk 6,31).
Ich will es versuchen wie du.
Denn du bist mit einem Boot in eine einsame Gegend gefahren
und geblieben um zu beten.
Du tr?gst mein Boot ?bers Wasser.
Lass mich vor dir ausruhen
und beten lernen und alles,
was ich wieder neu entdecke, mit nach Hause nehmen:
die Ruhe und die neue Hoffnung
an das andere Ufer durch das Gestr�pp des Waldes �ber den Berg.
(Angela M. T. Reinders)

 

 

 

Wasserpsalm

 

Ich sollte das Herz in die Brandung werfen, aber ich bettle um Geborgenheit. 

Ich liege auf dem Sofa und rede vom Wellengang der Zeiten,

ich halte meine Zehe in das Wasser und berichte von Sturmerlebnissen,

meine Abenteuergeschichten entstehen in der Badewanne.

Mein Jesus wandert in der Schwimmweste ?ber den See Genezareth,

mein heiliger Geist kommt in der Wildbachverbauung daher,

mein Gottvater beschlie?t die Abschaffung der Orkane.

Ich kenne das Wasser nur aus der Wasserleitung,

ich verlasse mich nicht auf die Wasser der Sch�pfung.

Ich sollte das Herz in die Brandung werfen, aber ich bettle um Geborgenheit.

            Alle m�glichen S�fte sch�tte ich in mich hinein,

            ich tanke mich mit Erlebnissen voll,
ich bin gut drauf und gut dran,

            ich weiss, wo die Elixiere zu haben sind. 

            Viele Meister geben mir zu trinken
und verl�ngern das Leben

und versch�nern mein Aussehen

und st�rken die Muskeln

            und lockern die Seele

und tr�pfeln mir die Liebe ein.

Und heilen die Krankheiten

und wissen nichts gegen den Tod. 

Versprechen Gesundheit und wissen nichts gegen den Tod. 

Sprudeln von lauter Lebendigkeit und wissen nichts gegen den Tod. 

Rastloses Trinken und wachsender Durst,

der l��t sich nicht l�schen,

der ist nicht sattzukriegen,

wenn ich nicht den Brunnen finde,

den du geschlagen hast in deinem Land, ewiger Gott.

Ich lege mich in den Regen,

ich will, da� die Wasser des Himmels auf mich fallen. 

Ich lege meine Knochen in den Regen,

ich lege meine Zunge in den Regen,

ich lege meine Augen in den Regen,

ich lege meine F��e in den Regen,

ich lege meine H�nde in den Regen,

ich lege mein Geschlecht in den Regen,

ich lege meine Ohren in den Regen,

ich lege meine Haut in den Regen,

ich lege mein Blut in den Regen,

ich lege meine W�nsche in den Regen,

ich lege meinen Verstand in den Regen,

ich lege mein Herz in den Regen,

ich lege mein Gewissen in den Regen,

ich lege mein Leben in den Regen,

ich lege meine Gebete in den Regen,

ich lege meine Gottesgef�hle in den Regen.

Ich lege mich in den Regen,

ich will, da� die Wasser des Himmels �ber mich kommen.

Auf dem Gerinnsel hockt der Tod,

Zement lagert sich ab,

            es bleibt etwas sitzen im Flu�

und gefriert und fault und versteint. 

Die Frische weht uns ins Gesicht aus dem sausenden Regen,

Die Hitze, die uns w�rmt, stammt aus den kochenden Molek�len,

das Bad liefert Vergn�gen,

weil sich das Wasser an die Haut schmiegt

und nicht kleben bleibt und herantreibt und sanft da ist

und den hunrigen Sinnen erz�hlt von deiner flie�enden N�he.

Alles hast du rinnen gemacht,

die Gef��e, die D�rme, die Nerven

transportieren das Blut und den Brei und die lebensnotwendigen Nachrichten. 

Das Fruchtwasser meiner Mutter hat mich getauft f�r die Fahrt im Strom.

Die Tr�nens�cke sind voll,

und niemand wei�,

wohin ihr Wasser geleitet wird. 

Sammelst du es in den Teichen deines �berflusses?

Oder verf�tterst du es an die Engel, damit sie ein wenig Erde schmecken?

Hast du selber Durst nach den bitteren S�ften des Lebens,

das du losgelassen hast zwischen Sonne und Mond?

Nein.  Du l��t uns sagen durch den Mund des Buches

wegwischen wirst du aus den Gesichtern das Tr�nenwasser

du wirst keine Zwecke angeben,

keine Bewirtschaftung der Schmerzen nennen,

du wirst es verschwinden lassen als w�re es nicht geflossen,

und wir werden vielleicht im Zittern deiner Hand ein wenig Verwunderung sp�ren.

Die Abw�sser sind gelb, sie gehen den Bach hinunter mit allem,

was aus den K�chen rinnt,

aus den Labors,

den Laugen und S�uren und Giften.

Die gr�ne Br�he im Almsee aus Algen und Entenschei�e geh�rt zur Sommerfrische.

Hinter dem Jauchefa� pl�tschert es den Margeriten in die Staubgef��e. 

Gern verfluchen wir die menschliche Lust an den Erfindungen,

weil sie die g�ttliche Fl�ssigkeit verpfuschen,

aber die Molek�le geben sich leicht daf�r her,

sie sind nicht w�hlerisch in ihren Reaktionen,

f�rchterlich mischbar ist das einfache Wasser,

dem�tig ist es f�r alles zu haben.

Wir pr�fen seinen Charakter,

bevor wir es in den Taufbrunnen gie�en. 

Wir verlassen uns nicht auf seinen Ruf.  Wir haben Fragen.

Der Dreck in der Sch�pfung,

wo kommt er her?

Leuchtt�rme sind n�tig, sonst fahren wir auf den Felsen.

Die Vertrauensseligen erschl�gt die Welle am Ufer.

Wer treibt die Gazellen auf die B�ume, wer l��t die Wolken fallen?

Wer bedient sich des roten Meeres zur Ers�ufung �gyptischer Truppen?

Heute scho� der Hagel durch die Fenster ins Haus und zerschlug die Stube.

Gestern fuhr die Mure herein in den hohen Fronleichnamstag.

Morgen wird das Wasser aus Eisen sein, und die freundliche Ache nicht mehr zu kennen. 

Deine Natur hat zertr�mmernde Worte, wir schlucken und w�rgen.

Wir sagen gern alle Tage

deine silbernen B�che

dein sanftes Gew�sser

deine blaue Donau

deine wiegende See,

aber wer traut sich zu sagen

deine Dammbr�che

deine Regenverweigerung

deine Lawinen �ber den D�rfern

deine Wildwasser?

Seht ihr die Dankbarkeit der Studentenblume,

wenn die Gie�kanne das Wasser bringt,

  weil sie nicht warten muss auf den zuf�lligen Regen? 

Sie kann sich verlassen auf die Vernunft des G�rtners. 

Er steht fr�h auf und sieht nach den Wolken,

er untersucht die Absichten des Himmels,

denn er weiss, dass oben mit ihm gerechnet wird,

mit seinem Verstand und seiner Neigung zu den Gew�chsen.

Es ist gewollt, dass er denkt und kalkuliert,

dass er Kan�le gr�bt und den Eimer schultert. 

Die Schaltstelle Hirn geh�rt in das Konzept,

sie wurde nicht sp�ter dazugeschwindelt.

Die Elemente gehorchen dem Einmaleins, sagt der G�rtner in seinen Gebeten,

der Mensch ist ein Wassertr�ger,

ein Durstlscher, der gebraucht wird. 

Denn am Anfang schuf der Ewige das Gewirr der Umwege,

  damit das Wasser flie�t durch den Geist und der Geist sich verteilt durch die Wasser ins Land.

Wasser am Himmel und auf der Erde,

die fahrenden Wolken,

die B�che im Land,

Wasser der Tr�nen,

Wasser im Mund,

das Gesundheitswasser,

und die Wassersucht in den Zellen,

Wasser in der W�ste und Wasser im Eismeer,

der Regen �ber den Wiesen und die Sturmfluten an der K�ste,

Wasser auf dem Mars,

im Haushalt der Sterne,

Wasser in den B�umen,

Wasser, das zum Abwasser werden kann, 

Wasser im Laboratorium und in der K�che.

Das sch�ttest du hin �ber uns,

wenn du uns segnest, Gott des Lebens,

mit dem heiligsten Namen, den du gefunden hast, Jesus.

Als du auf dem See Genezareth gingst, als dich die Schwerkraft entlie� aus ihrem totalen Regime,

da tanzte das Wasser den Tanz des Messias. 

Da drang die Freude vor zu den stummen Atomen.

Da standen die Elemente auf aus dem Zwang der Kausalit�t.

Wir sehen dich gehen und h�ngen uns an deine Leichtigkeit,

und lassen das Herz mit dir laufen,

laufen �ber den saugenden Wassern der Erde,

laufen �ber den unnachgiebigen Steinen. 

Denn unsere Augen sind eingezw�ngt in den Mauern des Kosmos,

die schweigende Gleichg�ltigkeit des Universums f�llt �ber unsere Seele her,

und die Sprache versickert im Sand,

der den Mund der Toten f�llt.

Deine fliegenden F��e, Jesus, auf dem Weg des Lebens.

Deine Fu�sohlen leuchten allen Ertrunkenen.

(Fundort unbekannt)

 

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